Die bessere Mannschaft scheidet aus, leider | 2. Frauen

Die bessere Mannschaft scheidet aus, leider


SG Oschatz/Stauchitz - SV 90 Lissa II 4:3 n.E. 1:1 (1:1)

Nach einer mehr als einstündigen Anfahrt sollte das Spiel 12.30Uhr beginnen, doch warum der Schiedsrichter erst 15min später kam, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Obwohl auch noch der Spielball fehlte, begann die Partie dennoch. Der vorrübergehend genutzte Trainingsball schien den genügsamen Lissaerinnen völlig auszureichen, denn nur 30Sekunden nach Anpfiff stand es schon 1:0. Kristin Lattauschke setzte sich beim Anspiel von Doreen Glöckner gegen die Oschatzer Abwehr durch und ebnete Torjägerin Viktoria Teske den Weg, die die frühe Führung erzielte. Doch auch kurz nach Austausch des Balles war Lissa weiter am Drücker, doch nach einem klaren Foul an der einschussbereiten Viktoria Teske im Oschatzer Strafraum blieb der fällige Pfiff des Schiedsrichters aus. Auf der Gegenseite wollte er kurz darauf ein gefährliches Spiel gesehen haben und hob den Arm zum indirekten Freistoß für die Gastgeber. Der Ball wurde kurz nach der Mittellinie ins Lissaer Tor geschlagen, die gesamte Lissaer Abwehr, einschließlich Torfrau Katrin Dost, ließ den Ball passieren und musste nach dem erzielten Tor feststellen, dass der Schiri sich umentschied und den Arm plötzlich unten hatte. Natürlich gab er den Treffer zum äußerst umstrittenen Ausgleich. In der Folgezeit war Lissa klar überlegen, vermochte es aber nicht, im oder am Strafraum zwingend gefährlich zu werden. Zudem gab es immer wieder zweifelhafte Pfiffe gegen das Lissaer Team, wenn eine Oschatzer Spielerin fiel. Lissa fehlte dagegen einfach die Cleverness, denn selbst nach Fouls und Festhalten weiterspielen zu wollen, ist einfach nicht fair, sondern naiv, wenn eh kein Pfiff ertönt, aber das Durchkommen nicht möglich ist. So verflachte das Spiel zunehmend und Lissa kam trotz eindeutiger Feldüberlegenheit kaum zu zwingenden Chancen. Allein in den  zehn Minuten in der Verlängerung kamen die Gastgeberinnen nicht einmal über die Mittellinie und beschränkten ihr passives Spiel rein auf die Verteidigung, dabei konnten sie sich beim kleinsten Verdacht und einem helfenden Schrei auf den Pfiff des Schiris verlassen, der den Spielfluss jeglicher Art immer wieder unterbrach.
Beim abschließenden Neunmeterschießen war den Gästen auf Grund fehlenden Selbstvertrauens und den schlechten Erfahrungen in solchen Wettbewerben schon vorher klar, wie es ausgehen würde. Kristin Lattauschke und Doreen Glöckner verwandelten zwar, doch nachdem deri Oschatzerinnen trafen, Viktoria Teske das Aluminium testete und die Oschatzer Keeperin den Ball von Jasmin Bornkessel entschärfte, war die einseitige Partie entschieden und wieder einmal bewiesen, dass es im Fußball selten Gerechtigkeit gibt.
Die Trauer über das Ausscheiden wehrte aber nur kurz, denn solange der Verband die Oster- und Pfingstfeiertage zur Ausrichtung des Halbfinals und des Endspiels verplant, wiegt die Freude über ein paar freie Tage letztlich mehr als das Ausscheiden aus diesem Wettbewerb.

Es spielten:
Katrin Dost, Franziska Hirsch, Sandra Korge, Doreen Kühr, Jasmin Bornkessel, Peggy Schubert, Doreen Glöckner, Katrin Schmitt, Viktoria Teske, Kristin Lattauschke und Carmen Kretschmann