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Dez 2014

Niederlage im Spitzenspiel

SpG Lok Döbeln/BC Hartha - SV 90 Lissa 3:1 (1:0)

Das Spitzenspiel der beiden Erstplatzierten der Tabelle fand vergangenen Sonntag in Döbeln statt. Unabhängig vom Spielausgang stand fest, dass beide Teams auch an der Spitze bleiben, fraglich nur, in welcher Reihenfolge. Die Gastgeberinnen erwischten dabei den besseren Start. Bereits nach fünf Minuten rutschte Ulrike Hundt im Lissaer Kasten eine Flanke über die Hände ins eigene Netz. Der frühe Rückstand führte dazu, dass die Gäste diesen erst einmal zu verdauen hatten und das Team von der SpG Lok Döbeln/BC Hartha auch psychologisch entscheidend im Vorteil war. Das sah man dem weiteren Spielverlauf dann auch an. Während der SV 90 Lissa kaum zu guten Angriffen kam und auch keine klaren Torchancen hatte, tauchten die Gastgeberinnen einige Male gefährlich vor dem Lissaer Gehäuse auf. Bei einer dieser Chancen vereitelte Ulrike Hundt die Möglichkeit, in dem sie den versuchten Lupfer noch erreichen konnte, bei einer weiteren Chance setzte die gegnerische Spielerin freistehend den Ball knapp neben den Kasten. So verdiente sich das Heimteam bis zur Pause auch die knappe Halbzeitführung. Trotz aller Vorsätze für den zweiten Durchgang gelang es dem SV 90 nicht, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Immer wieder führten Ballverluste, verlorene Zweikämpfe und ungenaue Zuspiele dazu, dass man dem Ball wieder nur hinterher rannte und mehr reagierte als zu agieren. Das spielte der SpG auch genau in deren Taktik. Kompakt in der Defensive, Balleroberung und schnelle Konter. So kam es dann auch nach einer Stunde Spielzeit zur entscheidenden Phase. Einen schnellen Angriff über die eigene rechte Abwehrseite konnte das Lissaer Team nicht unterbinden und so gelangte der Ball zur gegnerischen Stürmerin an der Strafraumgrenze. Diese ließ mit einem platzierten Flachschuss der Lissaer Hüterin keine Chance (61.). Noch einen typischen Angriff der Gastgeberinnen gab es dann nach 65 Minuten. Ein weiter Pass erreichte die schnelle Stürmerin, diese ging alleine auf das Lissaer Tor zu und konnte im zweiten Versuch Ulrike Hundt bezwingen. Dieses 0:3 war dann auch endgültig die Spielentscheidung. Zwar gelang der eingewechselten Laura Nuck nur eine Minute später mit einer beherzten Einzelaktion und einem Lupfer ins lange Eck der 1:3 Anschlusstreffer, aber der bisherige Spielverlauf ließ nicht den Schluss zu, dass der SV 90 die Partie noch einmal drehen könnte. So war es dann letztlich auch und die Lissaer Damen mussten eine verdiente Niederlage einstecken.

Das Team der SpG Lok Döbeln/BC Hartha war deutlich aggressiver und präsenter auf dem Platz. So kamen die Lissaer Damen überhaupt nicht zum eigenen Offensivspiel, es mangelte an Durchschlagskraft und Ideen im Angriffsspiel. Zwar stimmte die kämpferische Einstellung, gerade in der Defensive, aber diese Zweikämpfe hätte man durch die Vermeidung von Fehlern im Spielaufbau auch verhindern können. Trotz dieser Niederlage war es eine gute Hinserie des SV 90, insbesondere wenn man die zwangsläufig immer wieder wechselnden Aufstellungen bedenkt.


Es spielten:
Ulrike Hundt, Isabell Barthel, Julia Höpping, Julia Krappidel, Marina Drobisch, Ramona Lenhardt, Jennifer Huffziger, Caroline Schmidt (ab 53. Laura Nuck) Tina Gallus, Ilka Bretschneider, Kristin Lattauschke

Überzeugender Heimauftritt

SV 90 Lissa - SV Klinga-Ammelshain 6:0 (3:0)

Das letzte Heimspiel vor der Winterpause bestritten die Damen des SV 90 Lissa gegen das Team vom SV Klinga-Ammelshain. Nachdem in den letzten Begegnungen die Gastgeberinnen nicht ganz so überzeugend aufgetreten waren, war es das Ziel, zur alten Spielstärke zurückzufinden. Auch wenn hier und da noch einige Ungenauigkeiten im Passspiel zu bezeichnen waren, gelang es dem SV 90, die Gäste in die Defensive zu drängen. Die erste Möglichkeit besaß Ramona Lenhardt nach einem Eckstoß, als sie eine Gegnerin anköpfte. Besser machte sie es in der zehnten Minute, als sie nach einem Eckstoß von Kristin Lattauschke den Kopfball ins Tor setzte. Auch die Gäste versuchten sich in der Offensive, blieben aber häufig an der resoluten Lissaer Defensive hängen. Strafraumszenen ergaben sich dabei meist nur nach Standards, jedoch geriet das Lissaer Gehäuse nicht ernsthaft in Gefahr. Nach 26 Minuten zeigten die Gastgeberinnen einen tollen Angriff über die linke Außenbahn. Tina Gallus überlief die ballführende Jennifer Huffziger, die den Ball perfekt in ihren Laufweg spielte. Das anschließende Zuspiel erreichte Janina Brauns kurz vor der Strafraumgrenze, welches sie mit einem Direktschuss unter den Querbalken zum 2:0 abschloss. Kurz darauf erhöhten die Lissaer Damen auf 3:0. Doreen Glöckner startete von der rechten Außenseite ins Zentrum und erhielt die Kugel von Ramona Lenhardt serviert. Gute Ballannahme und überlegter Abschluss mit dem linken Fuß führten zum Halbzeitstand. Auch nach dem Seitenwechsel sollte die gute Defensivarbeit fortgeführt und der Spielaufbau souveräner gestaltet werden. Direkt nach dem Wiederanpfiff rollte ein Angriff über die rechte Seite und die Flanke von Kristin Lattauschke wurde von einer gegnerischen Spielerin verlängert. Ramona Lenhardt hatte dann keine Mühe mehr, den Ball zum 4:0 über die Linie zu befördern. Damit war die Partie dann endgültig entschieden. Nach 53 Minuten gelangte der Ball von rechts in den Sechzehner zu Doreen Glöckner. Sie legte nochmals uneigennützig auf Kristin Lattauschke ab, die so keine Mühe hatte, das 5:0 zu markieren. In der 65. Minute flankte Tina Gallus von der linken Seite etwas zu nah vor das Gästetor, so dass das Spielgerät eigentlich eine sichere Beute der Hüterin sein sollte. Sie ließ dieses jedoch noch einmal auf den Boden tropfen und wiederum Kristin Lattauschke staubte zum sechsten LissaerTreffer ab. Im weiteren Spielverlauf ließen es die Gastgeberinnen etwas ruhiger angehen, hohes Tempo war nun nicht mehr im Spiel. Die Gäste hatten daraufhin noch vereinzelte Konterchancen, konnten aber immer noch rechtzeitig am Torabschluss gestört werden, so dass Anett Pantel im Lissaer Kasten nicht ernsthaft eingreifen musste.

Am Ende gab es einen in dieser Höhe nicht erwarteten Sieg. Die Lissaer Damen hatten von Beginn an mehr Ballbesitz und konnten diesen Umstand auch in Zählbares umsetzen. Zwar gab es in Hälfte eins einige ungenaue Abspiele im Spielaufbau, dies konnte durch die Gäste aber nicht genutzt werden. Im zweiten Durchgang wurden dann schnell die Weichen endgültig auf Sieg gestellt und die Partie wurde souverän zu Ende gespielt.


Es spielten:
Anett Pantel, Isabell Barthel, Julia Höpping, Julia Krappidel, Stefanie Böhm, Ramona Lenhardt, Jennifer Huffziger, Janina Brauns (ab 57. Laura Nuck) Tina Gallus, Doreen Glöckner (ab 57. Stefanie Kretschmann), Kristin Lattauschke (ab 75. Caroline Schmidt)