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Jun 2014

NOFV-Meisterschaft Ü35-Frauen

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SV 90 Lissa vertritt Sachsen und belegt den Bronzerang

Als Sachsenmeister hat sich die Ü35-Frauenmannschaft des SV 90 Lissa für die NOFV-Meisterschaft am letzten Wochenende in Hohen Neuendorf bei Berlin qualifiziert und spielte gegen alle anderen Verbandsmeister um die Teilnahme zur deutschen Meisterschaft. Auf Grund der namhaften Teams, wie USV Jena und Turbine Potsdam, wo ehemalige Bundesliga- und Nationalspielerinnen wie Heidi Vater oder Anouschka Bernhard aufliefen, standen die Chancen sehr schlecht, dennoch sollte Lissa wiedermal das Starterfeld überraschen. Gegen die Golden Girls aus Mecklenburg-Vorpommern, eine Spielgemeinschaft aus ehemaligen Aktiven aus Wismar, Schwerin und Rostock, verlor Lissa knapp mit 0:1. Dem Tor ging eine kurze aber heftige Regenhusche voraus, die den Akteuren den stand erschwerte. Den Gegnerinnen erging es aber ähnlich, die Lissaer Chancen blieben aber ungenutzt. In der zweiten Partie traf Lissa auf den Vertreter aus Brandenburg, Turbine Potsdam. Den Anfangsdruck der Favoriten überstanden die Sachsen ohne Schaden, Dank auch einiger toller Paraden der Keeperin Anett Pantel. Dann gelang Lissa der Führungstreffer, Gelja Höhne schlug einen Flankenball über 30m auf Solveig weiß, die nahm den Ball perfekt an und schob ihn eiskalt ins Netz. Die geschockten Potsdamerinnen liefen gleich darauf völlig kopflos in einem blitzsauberen Konter, wo Andrea Kaiser wieder perfekt auflegte und Solveig Weiß zum 2:0 vollendete. Potsdam war anschließend spielbestimmend und erzielte das 1:2, doch auch Lissa hätte per Konter erhöhen können, Doreen Glöckner schob knapp vorbei und auch Andrea Kaiser versagten kurz vor dem Tor die Nerven. Der 2:1Erfolg geht aber völlig in Ordnung und machte die Gegner aufmerksam. Die Berliner Stadtauswahl nannte ihr Team SV Seitenwechsel, wie passend, denn nach 1:0 Führung drehte Berlin das Spiel, was letztlich mit 1:2 verloren ging. Nach dem Treffer zur Führung von Carmen Kretschmann machten die Hauptstädterinnen um Anouschka Bernhard mächtig Dampf und profitierten von der dünnen Lissaer Spielerdecke. Mit dem Kräfteverschleiß und dem notwendigen Wechsel auf Lissas Seite kam Berlin besser ins Spiel und völlig verdient zum Ausgleich. Der Siegtreffer kurz vor Ultimo war dann allerdings mehr als ärgerlich, denn der bereits im Aus rollende Ball wurde wieder ins Spiel gebracht und letztlich ins Tor befördert. Die uneinsichtige Schiedsrichterin hatte dies von der Mittellinie besser sehen wollen als alle umher stehenden, leider gab die betroffene Berliner Spielerin dies auch auf Anfrage nicht zu, tönte aber nach der Partie stolz heraus, dass der ball doch im Aus war. Da war der USV Jena von einem ganz anderen Kaliber, sportlich fair und jederzeit überlegen ging die Partie denkbar knapp für Lissa verloren. Dabei hatten die Thüringerinnen zahlreiche Chancen und Lissa stand mit dem Glück im Bunde, allerdings mit dem Glück des Tüchtigen, den sowohl Anett Pantel im Tor, als auch ihre Vorderleute leisteten Schwerstarbeit. Die letzten Spiele waren nochmal richtig spannend, denn zum einen spielte MeckPomm gegen Jena bei jeweils 12Punkten und 5:0Toren ein echtes Finale aus und zum anderen hatte Lissa bei einem Sieg noch die Chance auf Bronze, aber auch nur dann, wenn sich Potsdam und Berlin die Punkte teilen. Anfangs sah das nicht so aus, denn bereits nach zwei Minuten gingen die Sachsen-Anhalt Old Stars mit einem abgefälschten Schuss in Führung. Lissa fing sich, hatte zahlreiche Chancen, es dauerte aber bis zur 12min bis zum erhofften Ausgleich. Wie in alten Zeiten tankte sich Gelja Höhne durch die Reihen und bediente Doreen Glöckner mustergültig, die schob den Ball ins Tor und hatte zwei Minuten später bei der fast identischen Situation etwas Pech, dass ihr der ball drüber rutschte. Zwei Minuten vor Ende wurde Andrea Kaiser im Strafraum gelegt, Solveig Weiß verwandelte vom Punkt eiskalt und machte den Sieg perfekt.               
In einem spannenden und nervenaufreibenden Spiel trennten sich die Berlinerinnen dann anschließend tatsächlich 1:1 von Potsdam, was Lissa den Bronzerang bescherte. Das Endspiel gewann Jena völlig verdient, allerdings erst im Neunmeterschießen und darf nun im September zur Deutschen Meisterschaft nach Münster fahren.
Die Spielerinnen des SV 90 Lissa bedanken sich ganz herzlich bei den Gastspielerinnen Kerstin Dinter-Kodantke ( SV Klinga-Ammelshain), Solveig Weiß ( Chemnitzer FC), Andrea Kaiser, Beate Porst und Vera Kurpjuhn ( SG Jößnitz) und ganz besonders bei der ehemaligen Lissaerin Gelja Höhne ( SV Pouch), die einen schönen Tag in den einen ihrer Lissaerinnen genoss.

Es spielten:  
Anett Pantel, Kerstin Dinter-Kodantke, Gelja Höhne, Andrea Kaiser, Conny Kanik, Doreen Glöckner, Carmen Kretschmann, Solveig Weiß, Vera Kurpjuhn und Beate Porst         

Mit Auswärtserfolg Platz zwei ins Ziel gebracht

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SG LVB II - SV 90 Lissa 0:4 (0:3)

Zum letzten Punktspiel der Saison reisten die Lissaer Damen zum Team LVB II. Ziel war es dabei, den zweiten Platz zu verteidigen und die Saison erfolgreich abzuschliessen. Wie so häufig in dieser Spielserie zwangen einige personelle Absagen wieder zu Umstellungen im Team. Aber alle Spielerinnen setzten die Vorgaben sofort um und Lissa startete entsprechend furios in die Partie. In der fünften Minute erreichte ein Flachpass aus dem zentralen Mittelfeld die seit langem wieder von Spielbeginn mitwirkende Nadine Giska, welche von der rechten Außenbahn in den Strafraum eindrang. Routiniert setzte sie den Ball flach in die lange Ecke und ließ der etwas zu weit im kurzen Eck postierten Hüterin keine Abwehrchance. Nur zwei Minuten später legten die Gäste nach. Einen Freistoß aus gut 25 Metern setzte Isabell Barthel sehenswert unter den Querbalken. Danach zogen sich die Lissaer Damen etwas zurück und überließen den Gastgeberinnen den Spielaufbau aus deren Spielhälfte. Kurz nach der Mittellinie stand das Lissaer Team kompakt und ließ bis auf wenige Distanzschüsse keine klaren Tormöglichkeiten zu. Das Team von LVB II hatte in dieser Phase mehr Ballbesitz, konnte aber im Lissaer Defensivverbund kaum Lücken finden. In der letzten Minute vor der Pause gab es noch einen Eckstoß für Lissa. Der Ball wurde abgewehrt und gelangte noch einmal zu Tina Gallus auf er linken Seite. Beherzt zog sie ab und beförderte das Spielgerät an die Unterkante der Latte. Dieses sprang vor der Linie auf, aber Kristin Lattauschke war zur Stelle und köpfte zum 3:0 ein. Nach dem Seitenwechsel konzentrierten sich die Lissaerinnen wieder auf die Defensivarbeit und hielten den Gegner weg vom eigenen Strafraum. Hin und wieder wurden Gegenangriffe initiiert, konnten aber nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Ernsthaft in Gefahr kam aber das Lissaer Gehäuse nicht mehr. Den Schlusspunkt setzte drei Minuten vor Spielende Doreen Glöckner. Einen punktgenauen Pass von Janina Brauns erlief sie im Strafraum und schob abgeklärt flach zum 4:0 ein.

Im letzten Spiel der Saison war das noch einmal eine absolut geschlossene Teamleistung. Nach der frühen Führung konnte man sich etwas zurückziehen und zwang den Gegner zum Agieren. Durch disziplinierte Defensivarbeit wurden diesem kaum Chancen zugelassen. Die eigenen Möglichkeiten konnten effektiv genutzt werden, so dass man verdient als Sieger den Platz verließ.


Es spielten:
Ulrike Hundt, Isabell Barthel, Julia Höpping, Julia Krappidel, Stefanie Böhm, Janina Brauns, Doreen Glöckner, Tina Gallus, Anika Radak, Nadine Giska, Kristin Lattauschke

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Kristin Lattauschke

SV 90 Lissa - Post SV Chemnitz 5:0 (3:0)

Das Sonntagsspiel trugen die Lissaerinnen dann wieder auf heimischen Platz gegen die Damen vom Post SV Chemnitz aus. Nach dem deutlichen Hinspielerfolg vor 14 Tagen galt es den Gegner nicht zu unterschätzen und engagiert in die Begegnung zu gehen. Dieses Vorhaben wurde von Anbeginn entsprechend umgesetzt, so dass nach 14 Minuten bereits die Führung erzielt werden konnte. Eine Flanke von Doreen Glöckner erreichte punktgenau Ramona Lenhardt im Strafraum. Sie nahm den Ball souverän an und schlenzte ihn aus elf Metern ins rechte Toreck. Fünf Minuten später gelangten die Gastgeberinnen zu einem Eckstoß. Diesen trat Kristin Lattauschke unmittelbar vor das Gästetor und die Hüterin lenkte die Kugel unglücklich ins Netz (19.). Nach einer guten halbe Stunde verletzte sich Diana Hiller im Mittelfeld und konnte das Spiel daraufhin leider nicht fortsetzen. Acht Minuten vor dem Pausenpfiff spielte Ramona Lenhardt den Ball in die linke Strafraumhälfte auf die heranstürmende Tina Gallus. Sie hob diesen direkt mit links über die Gästehüterin ins lange Eck. Nachdem kurz nach der Pause auch noch Tina Gallus den Platz verletzungsbedingt verlassen musste, brauchten die Gastgeberinnen eine Weile, um sich neu zu sortieren. In dieser Phase kamen die Chemnitzerinnen zu einigen, teilweise guten Möglichkeiten, konnten aber keine von diesen zum Torerfolg nutzen. Erst ab Mitte der zweiten Hälfte bekam das Lissaer Team das Spiel wieder besser in den Griff. Eine Flanke von der linken Seite erreichte Ilka Bretschneider am Elfmeterpunkt. Mit Übersicht legte sie Anika Radak auf, welche aus 14 Metern satt zum 4:0 traf. Die Torschützin war es dann auch, die drei Minuten vor dem Ende den letzten Treffer vorbereitete. Ihr Pass erreichte Doreen Glöckner im Strafraum, die mit Ruhe und Abgeklärtheit flach ins linke Eck vollendete.

Es spielten: Stefanie Böhm, Isabell Barthel, Julia Höpping, Julia Krappidel, Anika Radak, Ramona Lenhardt, Diana Hiller (ab 32. Claudia Schorling), Tina Gallus (ab 48. Nadine Giska), Doreen Glöckner, Ilka Bretschneider, Kristin Lattauschke

TuS Pegau - SV 90 Lissa 0:5

Das letzte Nachholspiel absolvierten die Lissaer Damen am vergangenen Freitag in Pegau. Nach verkehrsbedingt etwas zäher Anreise konnte das Spiel fast pünktlich gegen 18.40 Uhr beginnen. Beide Teams gingen ruhig in die Partie, dabei hatten die Gäste mehr Ballbesitz und beschäftigten Pegau in der Defensive. Nach 20 Minuten konnten die Lissaerinnen einen Standard zur Führung nutzen. Ramona Lenhardt köpfte den Eckstoß von Marina Drobisch souverän ins Netz. Den nächsten Treffer bereitete die Torschützin vor. Dabei spielte sie einen sehenswerten Flachpass aus dem zentralen Mittelfeld in die Spitze und Ilka Bretschneider konnte diese Vorlage direkt vom Torraumeck im Tor unterbringen (38.). Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Spiel unverändert fort. Lissa kontrollierte das Geschehen und versuchte geduldig, klare Chancen zu erspielen. Das klappte dann auch in der 53. Minute. Nach einem Angriff über die rechte Seite gelangte die Flanke von Ramona Lenhardt in den gegnerischen Fünfmeterraum und Ilka Bretschneider konnte am zweiten Pfosten unbedrängt aus Nahdistanz einköpfen. Dem Gegner wurden während des Spiels keine zwingenden Tormöglichkeiten ermöglicht, da die Lissaer Defensive immer zur Stelle war, sobald doch ein langer Pass eine Pegauer Angreiferin erreichte. Eine tolle Einzelleistung führte in der 64. Minute zum 4:0. Doreen Glöckner nahm es an der Strafraumgrenze gleich mit drei Gegenspielerinnen auf, brachte sich in Schussposition und setzte die Kugel in den linken Winkel. Danach ergaben sich noch einige Strafraumszenen, aber die Abschlüsse waren zu harmlos bzw. ungenau. Den Schlusspunkt setzte Stefanie Böhm zwei Minuten vor dem Ende. Eine Flanke konnte die gegnerische Hüterin im Zweikampf nicht festhalten und fiel der Lissaer Abräumerin vor die Füße, wobei diese mit dem Rücken zum Tor stand. Gedankenschnell beförderte sie die Kugel aus acht Metern mit der Hacke ins Tor.

Es war kein temporeiches Fußballspiel, trotzdem kontrollierten die Gäste das Geschehen und erzielten in regelmäßigen Abständen die Tore. Dabei wurden sie in der Defensive kaum gefordert, die Gastgeberinnen kamen einige Male zum Abschluss, aber ernsthafte Torgefahr ergab sich daraus nicht.

Es spielten:
Ulrike Hundt, Isabell Barthel, Julia Höpping, Julia Krappidel, Stefanie Böhm, Ramona Lenhardt, Diana Hiller, Doreen Glöckner, Tina Gallus, Marina Drobisch, Ilka Bretschneider

Meisterchance dahin

SV 90 Lissa - SG LVB II 2:3 (1:2)

Tatsächlich hatte das Lissaer Team vor dem Anpfiff nach den Resultaten der letzten Spieltage noch die Möglichkeit, in den Titelkampf einzugreifen. Dafür waren aber Siege in den verbliebenen zwei Nachholespielen Voraussetzung. Am Pfingstsonntag war die SG LVB II zu Gast. Es entwickelte sich ein insgesamt nahezu ausgeglichenes Spiel, was angesichts des Tabellenstandes und der Ergebnisse des Gastes der letzten Wochen so nicht zu erwarten war. Die Gäste gingen nach einem Eckstoß in der neunten Minute in Führung. Danach waren die Lissaerinnen aktiver, konnten aber ihre Möglichkeiten nicht verwerten. In der 17. Minute scheiterte Anika Radak vom Elfmeterpunkt, wobei die Gästetorfrau glänzend parierte. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit zu sein, da sich den Lissaerinnen einige Möglichkeiten boten, diese aber leider nicht genutzt werden konnten. Aber es kam wieder ganz anders. Einen Konter zwei Minuten vor der Pause nutzten die Gäste zum Führungsausbau. Doch sofort nach diesem Treffer stellte Ramona Lenhardt den Anschluss her. Mit einer feinen Einzelleistung brachte sie sich in Schussposition und vollendete aus 18 Metern. Somit waren noch alle Möglichkeiten gegeben, in Spielhälfte zwei die Partie noch zu drehen. Entsprechend motiviert gingen die Gastgeberinnen zu Werke und belohnten sich nach 64 Minuten mit dem Ausgleich. Die Gäste konnten die Kugel nicht aus der Gefahrenzone befördern und fiel Ilka Bretschneider vor die Füße. Sie hatte alle Zeit der Welt, um den Ball abgeklärt im Tor unterzubringen. Das Lissaer Team arbeitete unermüdlich weiter, was angesichts der Temperaturen nicht selbstverständlich war, wurde aber leider nicht für die Mühen belohnt. Im Gegenteil, die Gäste spielten einen langen Pass und konnten den Konter zur erneuten Führung abschliessen (83.). In den letzten Minuten hielten die Gäste geschickt den Ball und ließen das Lissaer Team nicht noch einmal zu einer Torgelegenheit kommen.

Trotz personalbedingter Umstellungen zeigten die Gastgeberinnen eine ordentliche und engagierte Partie. Am Ende steht auch ein Chancenplus auf Lissaer Seite, was aber leider keine Punkte bringt. Den Gästen reichten ein Standard und zwei Konter, das Spiel für sich zu entscheiden.


Es spielten:
Ulrike Hundt, Isabell Barthel, Julia Höpping, Stefanie Böhm, Ramona Lenhardt, Diana Hiller, Doreen Glöckner, Anika Radak, Marina Drobisch, Ilka Bretschneider, Claudia Schorling (ab 55. Doreen Bock)

Überzeugender Auswärtsauftritt

Post SV Chemnitz - SV 90 Lissa 0:8 (0:5)

Zum allerersten Aufeinandertreffen der Teams des SV 90 Lissa und Post Chemnitz kam es am vergangenen Sonntag. Dabei gingen die gastgebenden Chemnitzerinnen in Unterzahl ins Spiel. Dementsprechend schien die Marschroute des Gegners zu sein, aus einer gesicherten Defensive zu agieren. Daraus ergab sich für die Gäste ein Übergewicht beim Ballbesitz, ohne jedoch zu zwingenden Tormöglichkeiten zu gelangen. Dies änderte sich jedoch Mitte der ersten Hälfte. Über die laufstarke Ilka Bretschneider auf der rechten Seite wurden eine Reihe Offensivaktionen vorgetragen. Nachdem ihre Eingabe von der Grundlinie nach 21 Minuten im ersten Versuch nicht verwertet werden konnte, jagte Marina Drobisch den Abpraller aus acht Metern ins Netz. Vier Minuten nach der Führung erhöhte Kristin Lattauschke auf 2:0. Nach einem Zuspiel zog sie direkt von der Strafraumgrenze aus zentraler Position ab und ließ der Hüterin keine Abwehrchance. Den dritten Lissaer Treffer besorgte Ramona Lenhardt (27.). Aus zehn Metern vollendete sie die Eingabe von der rechten Seite, nachdem Ilka Bretschneider von der Grundlinie gut aufgelegt hat. Auch das nächste Tor bereitete sie vor. Diesmal erreichte ihr Zuspiel von außen die heranstürmende Anika Radak, die den Ball aus Nahdistanz über die Linie drückte (29.). Zwar gab es noch ein, zwei weitere Chancen in dieser Phase, aber insgesamt muss man mit der Chancenauswertung sehr zufrieden sein. Die Defensive ließ in der ersten Hälfte keine nennenswerten Chancen zu, einzig einige wenige Standards gelangten in den Lissaer Strafraum, ohne jedoch Ulrike Hundt zum ernsthaften Eingreifen zu zwingen. Eine Minute vor der Pause spielten die Gäste über Tina Gallus auf der linken Seite. Sie legte mit Übersicht zurück auf Anika Radak und diese wiederum quer auf Diana Hiller, die kurz vor dem Sechzehner abzog und den Ball passgenau ins linke untere Eck setzte. Nach dem Wechsel konnten die Gäste dann auch elf Spielerinnen auf das Feld schicken, aber die Gäste blieben vorerst am Drücker. Aus dem zentralen Mittelfeld passte Ramona Lenhardt in die Spitze. Von der rechten Außenbahn erlief sich Marina Drobisch die Kugel, gelangte in den Strafraum und vollendete flach aus halbrechter Position (49.). Danach beruhigte sich das Lissaer Angriffsspiel etwas. Es wurde versucht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und den Gegner zu kontrollieren. Dieser erspielte sich in dieser Phase auch einige Offensivaktionen. So musste Ulrike Hundt einen Schuss zur Ecke klären, in deren Anschluss sich die Chemnitzerinnen kurze Zeit in der Lissaer Hälfte festsetzten. Hochkarätige Chancen ergaben sich dabei jedoch nicht. Mit einem Doppelpack belohnte sich Ilka Bretschneider für ihre gute Leistung. Vorbereitet wurden die Treffer von Anika Radak und Diana Hiller, die jeweils einen feinen Pass in die Spitze spielten. Die Stürmerin überlief dabei ihre Gegenspielerin und schob beide Male abgeklärt an der Hüterin vorbei in die Maschen (76. / 84.).

Anfangs taten sich die Lissaerinnen schwer gegen die defensiv stehenden Gäste, konnten dann aber Mitte der ersten Halbzeit über die Flügel die Angriffe erfolgreich abschließen. Insgesamt kontrollierten sie das Spielgeschehen und gingen verdient als Siegerinnen vom Platz.


Es spielten:
Ulrike Hundt, Isabell Barthel, Julia Höpping, Julia Krappidel, Ramona Lenhardt, Diana Hiller, Tina Gallus, Anika Radak, Marina Drobisch, Ilka Bretschneider, Kristin Lattauschke (ab 73. Jasmin Bornkessel)

Deutlicher Sieg gegen Schlusslicht

SV 90 Lissa II – SG Zschortau  10:0 (2:0)

Lissa war bei allerbestem Fußballwetter den Gästen aus Zschortau von Beginn an überlegen, vermochte es aber nicht, selbst die besten Torgelegenheiten in Zählbares umzusetzen. So traf erst nach 15. Min Viky Teske nach einer Einzelleistung zur Führung, zwei Minuten später erhöhte Carmen Kretschmann auf 2:0. Mehr Lauffreude und Spiellust kam mit der Einwechslung der Jugend auf, welche motivierend wirkte und zudem technische Verbesserungen im Spiel offenbarte. So traf Annalena Röhlig mit einem Schuss aus 15m flach und scharf zum 3:0, nachdem ihre älteren Mitspielerinnen bereits reihenweise über die Kiste schossen. Nun brachen alle Dämme und nur eine Minute später traf Sandra Korge zum 4:0. Doreen Glöckner erhöhte auf 5:0 und nach sehenswerter Vorarbeit von Saskia Hirsch machte Viky Teske das halbe Dutzend voll. Die Gäste wehrten sich tapfer und fair, hatten den spielstarken Lissaerinnen aber nichts entgegen zu setzen. Saskia Hirsch traf mit einem wuchtigen Schuss aus 15m in den Winkel zum 7:0 und markierte damit das wohl schönste Tor. Unglücklich ins eigene Tor klärte Samatha Richter vor der einschussbereiten Stefanie Kretschmann nach einer scharfen Flanke von Doreen Kühr zum 8:0. Ihren dritten Treffer im Spiel erzielte Viky Teske beim 9:0 und Carmen Kretschmann stand beim 10:0 goldrichtig, als sie abstaubte und den Endstand besorgte.
Für Torfrau Anett Pantel war es ein sehr ruhiger Nachmittag, sie genoss sowohl die Sonne als auch das herzerfrischende Zusammenspiel ihrer Mannschaft, lediglich die Chancenverwertung war eher mangelhaft, wobei das bei diesem Spielstand letztlich egal ist.  
 
Es spielten:
Anett Pantel, Sandra Korge, Stefanie Kretschmann, Doreen Kühr, Doreen Glöckner, Saskia Hirsch, Lisa Krüger, Annalena Röhlig, Viktoria Teske und Carmen Kretschmann