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Mai 2014

Elf Tore beim ersten Nachholespiel

SV 90 Lissa - Roter Stern Leipzig 8:3 (6:0)

Trotz des zweitägigen Dauerregens präsentierte sich der Lissaer Platz am Mittwochabend in einem sehr guten Zustand, so dass die Partie gegen Roter Stern Leipzig unter regulären Bedingungen absolviert werden konnte. Die gut besetzten Gäste starteten engagiert und verzeichneten in den ersten Minuten mehr Ballbesitz. Die Gastgeberinnen waren etwas überrascht vom druckvollen Anfang der Gäste und sortierten sich erst einmal in der Defensive. Trotzdem erzielte das Lissaer Team die schnelle Führung. Nach drei Minuten behauptete Marina Drobisch im gegnerischen Strafraum den Ball und legte auf Anika Radak ab. Sie jagte die Kugel humorlos aus zwölf Metern ins Netz. In den nächsten Minuten änderte der Treffer wenig am Spielgeschehen. Immer wieder versuchten die Gäste ihre schnellen Spitzen einzusetzen. Aber die Lissaer Defensive präsentierte sich aufmerksam und ließ keine klaren Chancen zu. Nach einer knappen Viertelstunde erhöhten die Lissaerinnen auf 2:0. Einen zu kurz abgewehrten Ball der Gäste nahm die zweikampfstarke Stefanie Böhm auf und schloss aus gut 20 Metern mit einem sehenswerten Schuss erfolgreich ab. Jetzt lief das Lissaer Offensivspiel und man übernahm die Kontrolle über das Match. Eine Reihe sehenswerter Angriffe wurde vorgetragen und erfolgreich zum Abschluss gebracht. Dabei ging es häufig über die laufstarke Anika Radak auf der rechten Außenbahn, sie bereitete auch die Tore drei und vier vor. In der 23. Minute legte sie den Ball quer auf Marina Drobisch, die aus Nahdistanz den Ball über die Linie beförderte. Vier Minuten später bediente sie Ilka Bretschneider, die volley aus der Drehung das 4:0 erzielte. In dieser Phase konnten die Gäste kaum für Entlastung sorgen und waren vornehmlich in die Defensive gedrängt. So schienen weitere Tore nur eine Frage der Zeit zu sein. Nach 36 Minuten war es dann auch wieder so weit. Einen herrlichen Pass von Isabell Barthel aus der eigenen Spielhälfte erreichte Ramona Lenhardt, die allein Richtung Gästetor marschierte und den Ball ins obere linke Toreck beförderte. Fünf Minuten vor der Pause spielten sich die Stürmerinnen Ilka Bretschneider und Marina Drobisch den Ball ab der Mittellinie bis in den gegnerischen Strafraum zweimal hin und her, ehe die Letztgenannte überlegt und mit Übersicht aus zehn Metern zum 6:0 abschloss. Wäre in dieser Phase nicht die Halbzeitpause gewesen, wäre das Ergebnis womöglich noch höher ausgefallen. So gab es aber einen kleinen Bruch im Lissaer Spiel. Im Gefühl des sicheren Sieges ließ man die Zügel etwas schleifen und wurde dafür auch prompt bestraft. So schlug nach 50 Minuten ein Schuss der Gäste unter der Latte ein und nach einer knappen Stunde war die Stürmerin der Gäste schneller am Ball als Ulrike Hundt und hob den Ball gekonnt über die herauslaufende Hüterin. Lissa rappelte sich nun noch einmal auf und konnte in der 66. Minute das 7:2 erzielen. Einen Freistoß von rechts nahe der Eckfahne flankte Diana Hiller auf den ersten Pfosten, wo Kristin Lattauschke mit dem Kopf zur Stelle war. Trotzdem bemühte sich das Team von Roter Stern um weitere Treffer und wurde in der 74. Minute belohnt. Nach einem Eckstoß entwischte eine Gegnerin der Verteidigung und konnte unbedrängt aus Nahdistanz einköpfen. Den Endstand von 8:3 stellte Ramona Lenhardt sieben Minuten vor dem Ende her. Marina Drobisch legte von der rechten Seite mit viel Übersicht an die Strafraumgrenze zurück und die Mittelfeldstrategin setzte die Kugel unter den Querbalken. Kurz vor Schluss zeichnete sich Ulrike Hundt noch einmal aus, als sie gegen die freistehende Gästestürmerin reaktionsschnell parierte.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten fanden die Lissaerinnen nach einer Viertelstunde zu ihrem Offensivspiel und zeigten dann bis zur Pause eine sehenswerte Partie. Nach der Pause kam es dann wieder zum Bruch und man ließ im Bemühen etwas nach. Folgerichtig kamen auch die Gäste zu ihren Möglichkeiten und gestalteten die zweite Hälfte insgesamt ausgeglichen.


Es spielten:
Ulrike Hundt, Isabell Barthel, Julia Höpping, Julia Krappidel, Stefanie Böhm, Ramona Lenhardt, Diana Hiller, Tina Gallus, Anika Radak, Marina Drobisch, Ilka Bretschneider (ab 54. Kristin Lattauschke)

Blitzstart beschert Auswärtssieg

Bornaer SV 91 - SV 90 Lissa 0:2 (0:2)

Nachdem die Lissaerinnen am letzten Wochenende noch spielfrei hatten, begann am Sonntag mit sieben Spielen innerhalb von 29 Tagen der Saisonendspurt. Dazu reisten sie zur schweren Auswärtsaufgabe nach Borna. Bei sommerlichen Temperaturen erwischten die Gäste einen Blitzstart. In der ersten Spielminute wurde ein langer Pass auf die rechte Außenbahn aus dem Mittelfeld geschlagen. Den eigentlich etwas zu weit gespielten Ball ersprintete Anika Radak noch vor der Grundlinie. Ihre Flanke über die Bornaer Hüterin brauchte Kristin Lattauschke dann nur noch ins leere Tor tropfen lassen. Fünf Minuten später war sie erneut zur Stelle. Einen Eckstoß von Marina Drobisch verlängerte eine Bornaer Abwehrspielerin in Richtung des zweiten Pfostens und die Torjägerin konnte unbedrängt zum zweiten Treffer einköpfen. Kurz darauf gelangten die Gastgeberinnen nach einem Eckstoß zu ihrer ersten Chance, aber die Volleyabnahme flog über den Lissaer Kasten.Im weiteren Spielverlauf machten beide Teams die Räume im Mittelfeld eng, was einen Spielaufbau erschwerte. Trotzdem gelang es dem Lissaer Team noch einige Male, den Ball in die Spitze zu spielen. Doch die sich daraus ergebenden zum Teil guten Möglichkeiten konnten nicht genutzt werden. Mit einem dritten Tor in dieser Phase hätte man das Spiel vorentscheiden können, so mussten die Gäste immer befürchten, die Gastgeberinnen durch einen Anschlusstreffer wieder ins Spiel zu bringen.
Auch im zweiten Durchgang spielte sich das Geschehen vorrangig zwischen den Strafräumen ab. Lissa festigte die Defensive, so dass sich weniger herausgespielte Chancen ergaben. Die Bornaerinnen versuchten ihrerseits bei Standards gefährlich zu werden, jedoch sprang bei diesen Aktionen auch keine hundertprozentige Torchance heraus. Vereinzelt gelangten auch die Gäste in den gegnerischen Strafraum, waren da aber im Abschluss nicht konsequent genug.

Auf Grund der insgesamt vorhandenen Tormöglichkeiten ist der Auswärtserfolg gerechtfertigt. Die Lissaerinnen haben es lediglich versäumt, mit einem dritten Treffer frühzeitig alles klar zu machen. So musste man bis zum Schlusspfiff den Anschlusstreffer verhindern, um den Sieg nicht noch einmal in Gefahr zu bringen.


Es spielten:
Ulrike Hundt, Isabell Barthel, Julia Höpping, Julia Krappidel, Stefanie Böhm, Ramona Lenhardt, Diana Hiller, Tina Gallus, Anika Radak, Marina Drobisch, Kristin Lattauschke (ab 78. Jasmin Bornkessel)

Viele Chancen, wenig Tore


Am 17.05.2014 fand das vierte Vorrundenturnier der Frühjahrsrunde der G-Jugend in Lissa statt. Die Gastgeber spielten in der ersten Partie gegen den FSV Krostitz, welches sie mit 3:1 verloren. Der Anschlusstreffer von Paul-Eric Neugebauer munterte den SV 90 Lissa sichtlich auf, aber es konnten keine weiteren Chancen herausgespielt werden.
In den darauf folgenden drei Spielen konnte der SV 90 Lissa keine Tore erzielen, konnte aber gegen den SV Grün-Weiß Selben ein unentschieden holen, obwohl ein Sieg möglich gewesen wäre. Jedoch blieben die Chancen ungenutzt. Gegen den SV Concordia Schenkenberg verloren die Bambini aus Lissa 2:0 und gegen den ESV Delitzsch 5:0.
Das letzte Spiel bestritt der SV 90 Lissa gegen den SV Zwochau. Hier standen sich zwei gleichstarke Teams gegenüber. Der SV Zwochau siegte jedoch durch permanentes Nachsetzten, einen guten Hüter und große Willenskraft mit 2:1. Beide Vereine hätten noch mehr Tore schießen können, jedoch traf für den SV 90 Lissa nur Leonie Thiele. Durch diese Niederlage mussten die Bambini aus Lissa gegen den SV Grün-Weiß Selben im Neun-Meter-Schießen gewinnen, um Platz fünf zu erreichen. Dies gewannen sie dann auch, jedoch nur sehr knapp.
Beim nächsten Vorrundenturnier ist der SV 90 Lissa beim ESV Delitzsch zu Gast und hofft auf bessere Chancenverwertung und dadurch eine bessere Platzierung.

Für den SV 90 Lissa spielten: Fabius Prautsch, Leonie Thiele, Niklas Dönitz, Timea Bonekat, Alicia Schwabe, Abigail Hennemeier, Tara und Tico Pantel

Platzierung: 1. ESV Delitzsch, 2. SV Concordia Schenkenberg, 3. FSV Krostitz, 4. SV Zwochau, 5. SV 90 Lissa, 6. SV Grün-Weiß Selben

Kantersieg festigt Platz fünf

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Kristin Lattauschke

SV 90 Lissa - SpVgg 1899 Leipzig 9:1 (7:1)
 
Gegen das aktuelle Schlusslicht der Bezirksliga Nord/West war ein Heimsieg Pflicht. Bedingt durch Absagen von vier Stammkräften standen die Vorzeichen jedoch nicht auf einen überlegenen Sieg. Durch den kurzfristigen Spielausfall der zweiten Lissaer Mannschaft entspannte sich die Personalsituation jedoch. Zu dem standen mit Janina Brauns und Nadine Giska wieder zwei „alte Hasen“ mit im Kader. Die Defensive wurde durch die Abwehrchefin der Zweiten, Sandra Korge, ergänzt. Sie absolvierte eine fehlerfreie Partie und fügte sich nahtlos ins Team ein. Sofort übernahmen die Lissaerinnen mit dem Wind im Rücken die Initiative. Kristin Lattauschke startete mit dem Ball am Fuß in der eigenen Hälfte und war bis zur Grundlinie nicht aufzuhalten. Mit viel Übersicht legte sie den Ball quer auf Ramona Lenhardt, die keine Mühe hatte zum 1:0 einzuschieben (3.). Nach elf Minuten fiel eine Flanke von Janina Brauns vor die Füße von Manja Fischer, die reaktionsschnell den Ball zum zweiten Treffer verwertete. Eine Viertelstunde war absolviert, da spielte Isabell Barthel kontrolliert aus der Defensive auf die linke Seite zu Ramona Lenhardt. Ihre Flanke beförderte Ilka Bretschneider volley aus zehn Metern in die Maschen. Die Torschützin bediente nur drei Minuten später nach einem Angriff über die rechte Seite Ramona Lenhardt an der Strafraumgrenze. Ihren verdeckten Schuss ließ die etwas überraschte Hüterin zum vierten Lissaer Treffer passieren. Nach 21 Minuten schlug Janina Brauns einen Freistoß nahe der Eckfahne in den Sechzehner, die fleissige Ilka Bretschneider köpfte sehenswert zum 5:0 ins lange Eck. Nach einer halben Stunde machte Ramona Lenhardt das halbe Dutzend voll. Sie zog aus gut 20 Metern ab und der Ball segelte unhaltbar unter den Querbalken. Die Gäste kamen kaum aus der eigenen Hälfte, hatten aber nach 38 Minuten ihre erste Chance, welche sie auch sofort nutzten. Ein weiter Pass gelangte durch die heimische Abwehr und die flinke Stürmerin zog unhaltbar von der Strafraumgrenze ab. Zwei Minuten vor der Pause stellte Kristin Lattauschke den alten Vorsprung wieder her. Dabei stellte sie ihre Beidfüßigkeit unter Beweis. Erst scheiterte sie mit rechts an der Gästetorfrau, verwertete dann aber den Abpraller mit links. Nach dem Seitenwechsel agierte Lissa nicht mehr ganz so zwingend, kam aber in der 51. Minute zum 8:1. Einen indirekten Freistoß aus zehn Metern beförderte Janina Brauns passgenau über die Lattenunterkante ins Gehäuse. Kurz darauf erhielten die Gäste einen berechtigten Strafstoß zugesprochen, nachdem Julia Krappidel etwas ungestüm der Gegnerin in die Parade gefahren war. Diesen konnten sie aber nicht zum zweiten Treffer nutzen, der Ball flog über den Kasten. Der Endstand wurde nach 62 Minuten hergestellt. Eine Flanke von Janina Brauns köpfte Ramona Lenhardt aus Nahdistanz ins Tor. Danach plätscherte das Spielgeschehen ohne nennenswerte Höhepunkte bis zum Abpfiff dahin.

Trotz einiger Umstellungen war das Lissaer Team sofort spielbestimmend und trug eine Reihe guter Offensivaktionen vor. Das Zusammenspiel klappte sehr gut und es hätten in der ersten Hälfte sogar noch mehr Tore fallen können. Auch gaben die frühen Treffer noch größere Sicherheit, was den Spielfluss zusätzlich förderte. Im Mittelfeld konnten die seit langem im Bezirksligateam wieder mitwirkenden Janina Brauns und Doreen Glöckner eine Reihe Akzente setzen. In der zweiten Hälfte spielte Lissa nicht mehr ganz so druckvoll, was aber angesichts der beruhigenden Führung nachvollziehbar war.


Es spielten:
Ulrike Hundt, Isabell Barthel, Julia Krappidel, Stefanie Böhm, Sandra Korge, Ilka Bretschneider, Ramona Lenhardt, Janina Brauns (ab 75. Nadine Giska), Tina Gallus, Manja Fischer (ab 66. Jasmin Bornkessel), Kristin Lattauschke (ab 46. Doreen Glöckner)

Mit verdientem Sieg Meisterschaftschance gewahrt


ESV Lok Döbeln – SV 90 Lissa 3:4 (1:2)                                                                                   

Von Vornherein stand fest, wer diese Partie verliert, verabschiedet sich aus dem Meisterrennen. Entsprechend hoch war der Einsatz auf beiden Seiten, entsprechend verbissen, die Zweikämpfe. Lissa setzte dabei spielerisch die ersten Akzente und war über weite Teile der Partie klar spielbestimmend. Bereits nach zwei Minuten war Kristin Lattauschke frei durch, legte sich aber den Ball kurz vor dem Abschluss zu weit vor. Kurz darauf brachte Diana Hiller einen Freistoß scharf in den Strafraum, Ilka Bretschneider verwandelte per Kopf zur Führung (5.). Postwendend erzielten die Gastgeberinnen nach einem feinen Steilpass und einem uneinholbaren Sprint im freien Raum den Ausgleich (6.). Lissa spielte aber souverän weiter und hatte zahlreiche Chancen zur Führung, arbeitete defensiv sehr intensiv und abgeklärt, so dass den Gastgebern kaum ein Abschluss gelang. Ramona Lenhardt und Diana Hiller zwangen die Döbelner Keeperin zu Glanzparaden, aus der Nahdistanz scheiterte Kristin Lattauschke und Manja Fischer verfehlte die Kiste knapp. So traf vor der Pause Kristin Lattauschke nach einer Einzelaktion zur Führung. Nach dem Seitenwechsel blieb Lissa weiter konzentriert und ging durch Ramona Lenhardt mit einem Schuss aus 20m mit 3:1 in Führung (54.), dabei hob sie den Ball bewusst über die Keeperin, welche viel zu weit vor ihrem Tor stand. Doch schon im Gegenzug gelang Döbeln der Anschluss. Zunächst pfiff der Schiri äußerst schmeichelhaft einen Freistoß, welcher aus 35m von der sonst sicheren Uli Hundt nicht festgehalten werden konnte, im Abstauben war Döbeln dann erfolgreich. Doch Lissa blieb unbeirrt und angriffslustig und wurde schon beim nächsten Angriff belohnt. Nach einem Handspiel im Döbelner Strafraum zeigte der Schiri schnell auf den Punkt, Kristin Lattauschke übernahm die Verantwortung und hämmerte den Ball frech in die Mitte, unhaltbar, denn die Keeperin entschied sich für eine Ecke (61.). Weitere Chancen blieben ungenutzt, so hatten Tina Gallus, Manja Fischer und Ramona Lenhardt gute Chancen, stattdessen ging so nach und nach die Puste aus und Döbelns Alleinunterhalter versuchten immer wieder gefährlich zu werden. Doch die vielbeinige Abwehr um Isabell Barthel und Manndecker Anika Radak nahmen die Döbelner Torjägerinnen permanent aus dem Spiel und ließen sie beinahe verzweifeln. Als ein zweifelhafter Handstrafstoß (73.) zum erneuten Anschluss führte, musste Lissa nochmal bangen, doch die konsequente Abwehrarbeit ließ keine weitere Chancen zu. Lissa siegt somit verdient, das knappe Ergebnis täuscht dabei über die Spielanteile und Anzahl der Chancen hinweg.           
Mit einer starken Energieleistung und einer vorbildlichen Mannschaftsleistung glänzte das Team selbstsicher trotz Abwesenheit ihres Trainers und hat nun noch gute Chancen den Meistertitel erfolgreich zu verteidigen. Dafür sind allerdings noch acht Siege in den letzten acht Spielen erforderlich, was sicher noch ein hartes Stück Arbeit wird.     

Es spielten:
Ulrike Hundt, Isabel Barthel, Julia Höpping, Ramona Lenhardt, Julia Krappidel, Anika Radak, Diana Hiller, Ilka Bretschneider, Tina Gallus, Kristin Lattauschke und Manja Fischer

Sachsenmeisterschaft Ü35   -   Frauen SV 90 Lissa

Ü35-2
Turniererfolg bei Landesmeisterschaft in Leipzig

Der sächsische Fußballverband suchte das zweite Mal in der Fußballgeschichte nach dem Landesmeister für Ü35-Teams. Das Interesse der Vereine in Sachsen hielt sich in Grenzen, nur vier Teams sagten zu und erschienen, so dass der Verband sich für eine Doppelrunde entschied.
Das erste Spiel gegen SpG Vogtland wurde dann auch gleich 0:1 verloren. Das Team musste sich erst finden, mit Kerstin Bloi und Kerstin Dinter-Kodantke aus Klinga und Katia Kobelt aus Berlin kickten drei Gastspielerinnen bei Lissa mit. Chancen wurden dennoch mehrfach versiebt und ein krasser Torwartfehler führte zum einzigen Gegentreffer des Turniers. Doch schon im zweiten Spiel lief es besser, der BSV Schönau hatte keine Chance und wurde verdient 3:0 besiegt, dabei gelangen einige sehenswerte Kombinationen, welche zusätzlich Selbstvertrauen gaben. Die Tore erzielten Ilka Bretschneider, Kati Kobelt und Doreen Glöckner. Der Gastgeber vom LSV Südwest wurde anschließend beim 6:0 regelrecht überrollt. Zwar musste sich Anett Pantel im Tor nach nur einer Minute mit einer Weltklasseparade richtig strecken, doch spätestens beim Führungstreffer durch Kerstin Bloi brachen alle Dämme. Ballsicher, mit viel Spielwitz und permanent in Überzahl wurde der LSV beim höchsten Turniersieg regelrecht vorgeführt. Ilka Bretschneider, Kati Kobelt, Janina Brauns, Kerstin Bloi und Doreen Glöckner erzielten die weiteren Tore, dabei war eins schöner als das andere. Mit diesem Schwung ging es in die Rückrunde und auch die SpG Vogtland wurde chancenlos in die Schranken gewiesen. Anfangs wurde noch mit den Chancen geschludert, der Führungstreffer von Doreen Glöckner, ein überlegter Heber spornte alle nochmal an und die Tore fielen wie reife Früchte. Kati Kobelt, Doreen Glöckner und mit einem Doppelpack Kerstin Bloi trafen nach Belieben zum Endstand von 5:0. Damit stand das Tor zur Meisterschaft weit offen, gegen die offensichtlich schwächeren Teams musste jetzt nur noch gewonnen werden und genau diese Tatsache lähmte die Lissaerinnen regelrecht. Schönau stand tief hinten drin, brachte selbst nicht einen einzigen Angriff zu Stande, machte es Lissa aber extrem schwer. Das einzige und wichtige Tor in einem schmutzigen Spiel erzielte Ilka Bretschneider während einem aufziehenden Gewitters. Auf Grund der Tabellensituation hätte Lissa im letzten Turnierspiel ein Remis gereicht, doch mit dem Wissen, den bislang technisch besten Fußball geboten zu haben, wurde weiter offensiv gespielt, auch diese Partie sollte gewonnen werden. Schon nach zwei  Minuten traf Carmen Kretschmann zur Führung und untermauerte mit diesem Treffer die großartige Mannschaftsleistung. Kurz darauf hatte Conny Kanik das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber knapp. In der Hintermannschaft hielten Kerstin Dinter-Kodantke und Stefanie Böhm alles sehr gut zusammen und ließen die Gegner kaum zu Chancen kommen, was den Rücken der Offensive mächtig stärkte. Leider unterbrach ein heftiger Blitz, welcher ganz in der Nähe einschlug die Partie, was die Turnierleitung zur vernünftigen Entscheidung brachte, das Turnier sieben Minuten eher zu beenden. Lissa wurde mit 15 Punkten und 16:1 Toren Landesmeister in Sachsen, vor der SpG Vogtland mit 13 Punkten und 6:6 Toren. Platz drei belegte BSV Schönau, letzter wurden die Gastgeberinnen vom LSV Südwest.
Bei Lissa waren auffällig, dass vor allem viele Techniker auf dem Platz standen, welche nicht eigensinnig waren, sondern immer den besser postierten Mitspieler fanden, dass führte zu vielen Toren aus nahezu allen Mannschaftsteilen. Nun muss sich das Team auf die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft vorbereiten, welche bei der NOFV-Meisterschaft am 29.06. in Hohen-Neuendorf bei Berlin ausgetragen wird und sucht dafür noch Spielerinnen und Sponsoren.

Es spielten:
Anett Pantel, Stefanie Böhm, Kerstin Dinter-Kodantke, Janina Brauns, Anja Kunick, Katrin Dost, Doreen Glöckner, Katia Kobelt, Kerstin Bloi, Conny Kanik, Carmen Kretschmann und Ilka Bretschneider