news

Ü35

NOFV-Meisterschaft Ü35-Frauen

IMG-20140630-WA0031

SV 90 Lissa vertritt Sachsen und belegt den Bronzerang

Als Sachsenmeister hat sich die Ü35-Frauenmannschaft des SV 90 Lissa für die NOFV-Meisterschaft am letzten Wochenende in Hohen Neuendorf bei Berlin qualifiziert und spielte gegen alle anderen Verbandsmeister um die Teilnahme zur deutschen Meisterschaft. Auf Grund der namhaften Teams, wie USV Jena und Turbine Potsdam, wo ehemalige Bundesliga- und Nationalspielerinnen wie Heidi Vater oder Anouschka Bernhard aufliefen, standen die Chancen sehr schlecht, dennoch sollte Lissa wiedermal das Starterfeld überraschen. Gegen die Golden Girls aus Mecklenburg-Vorpommern, eine Spielgemeinschaft aus ehemaligen Aktiven aus Wismar, Schwerin und Rostock, verlor Lissa knapp mit 0:1. Dem Tor ging eine kurze aber heftige Regenhusche voraus, die den Akteuren den stand erschwerte. Den Gegnerinnen erging es aber ähnlich, die Lissaer Chancen blieben aber ungenutzt. In der zweiten Partie traf Lissa auf den Vertreter aus Brandenburg, Turbine Potsdam. Den Anfangsdruck der Favoriten überstanden die Sachsen ohne Schaden, Dank auch einiger toller Paraden der Keeperin Anett Pantel. Dann gelang Lissa der Führungstreffer, Gelja Höhne schlug einen Flankenball über 30m auf Solveig weiß, die nahm den Ball perfekt an und schob ihn eiskalt ins Netz. Die geschockten Potsdamerinnen liefen gleich darauf völlig kopflos in einem blitzsauberen Konter, wo Andrea Kaiser wieder perfekt auflegte und Solveig Weiß zum 2:0 vollendete. Potsdam war anschließend spielbestimmend und erzielte das 1:2, doch auch Lissa hätte per Konter erhöhen können, Doreen Glöckner schob knapp vorbei und auch Andrea Kaiser versagten kurz vor dem Tor die Nerven. Der 2:1Erfolg geht aber völlig in Ordnung und machte die Gegner aufmerksam. Die Berliner Stadtauswahl nannte ihr Team SV Seitenwechsel, wie passend, denn nach 1:0 Führung drehte Berlin das Spiel, was letztlich mit 1:2 verloren ging. Nach dem Treffer zur Führung von Carmen Kretschmann machten die Hauptstädterinnen um Anouschka Bernhard mächtig Dampf und profitierten von der dünnen Lissaer Spielerdecke. Mit dem Kräfteverschleiß und dem notwendigen Wechsel auf Lissas Seite kam Berlin besser ins Spiel und völlig verdient zum Ausgleich. Der Siegtreffer kurz vor Ultimo war dann allerdings mehr als ärgerlich, denn der bereits im Aus rollende Ball wurde wieder ins Spiel gebracht und letztlich ins Tor befördert. Die uneinsichtige Schiedsrichterin hatte dies von der Mittellinie besser sehen wollen als alle umher stehenden, leider gab die betroffene Berliner Spielerin dies auch auf Anfrage nicht zu, tönte aber nach der Partie stolz heraus, dass der ball doch im Aus war. Da war der USV Jena von einem ganz anderen Kaliber, sportlich fair und jederzeit überlegen ging die Partie denkbar knapp für Lissa verloren. Dabei hatten die Thüringerinnen zahlreiche Chancen und Lissa stand mit dem Glück im Bunde, allerdings mit dem Glück des Tüchtigen, den sowohl Anett Pantel im Tor, als auch ihre Vorderleute leisteten Schwerstarbeit. Die letzten Spiele waren nochmal richtig spannend, denn zum einen spielte MeckPomm gegen Jena bei jeweils 12Punkten und 5:0Toren ein echtes Finale aus und zum anderen hatte Lissa bei einem Sieg noch die Chance auf Bronze, aber auch nur dann, wenn sich Potsdam und Berlin die Punkte teilen. Anfangs sah das nicht so aus, denn bereits nach zwei Minuten gingen die Sachsen-Anhalt Old Stars mit einem abgefälschten Schuss in Führung. Lissa fing sich, hatte zahlreiche Chancen, es dauerte aber bis zur 12min bis zum erhofften Ausgleich. Wie in alten Zeiten tankte sich Gelja Höhne durch die Reihen und bediente Doreen Glöckner mustergültig, die schob den Ball ins Tor und hatte zwei Minuten später bei der fast identischen Situation etwas Pech, dass ihr der ball drüber rutschte. Zwei Minuten vor Ende wurde Andrea Kaiser im Strafraum gelegt, Solveig Weiß verwandelte vom Punkt eiskalt und machte den Sieg perfekt.               
In einem spannenden und nervenaufreibenden Spiel trennten sich die Berlinerinnen dann anschließend tatsächlich 1:1 von Potsdam, was Lissa den Bronzerang bescherte. Das Endspiel gewann Jena völlig verdient, allerdings erst im Neunmeterschießen und darf nun im September zur Deutschen Meisterschaft nach Münster fahren.
Die Spielerinnen des SV 90 Lissa bedanken sich ganz herzlich bei den Gastspielerinnen Kerstin Dinter-Kodantke ( SV Klinga-Ammelshain), Solveig Weiß ( Chemnitzer FC), Andrea Kaiser, Beate Porst und Vera Kurpjuhn ( SG Jößnitz) und ganz besonders bei der ehemaligen Lissaerin Gelja Höhne ( SV Pouch), die einen schönen Tag in den einen ihrer Lissaerinnen genoss.

Es spielten:  
Anett Pantel, Kerstin Dinter-Kodantke, Gelja Höhne, Andrea Kaiser, Conny Kanik, Doreen Glöckner, Carmen Kretschmann, Solveig Weiß, Vera Kurpjuhn und Beate Porst         

Sachsenmeisterschaft Ü35   -   Frauen SV 90 Lissa

Ü35-2
Turniererfolg bei Landesmeisterschaft in Leipzig

Der sächsische Fußballverband suchte das zweite Mal in der Fußballgeschichte nach dem Landesmeister für Ü35-Teams. Das Interesse der Vereine in Sachsen hielt sich in Grenzen, nur vier Teams sagten zu und erschienen, so dass der Verband sich für eine Doppelrunde entschied.
Das erste Spiel gegen SpG Vogtland wurde dann auch gleich 0:1 verloren. Das Team musste sich erst finden, mit Kerstin Bloi und Kerstin Dinter-Kodantke aus Klinga und Katia Kobelt aus Berlin kickten drei Gastspielerinnen bei Lissa mit. Chancen wurden dennoch mehrfach versiebt und ein krasser Torwartfehler führte zum einzigen Gegentreffer des Turniers. Doch schon im zweiten Spiel lief es besser, der BSV Schönau hatte keine Chance und wurde verdient 3:0 besiegt, dabei gelangen einige sehenswerte Kombinationen, welche zusätzlich Selbstvertrauen gaben. Die Tore erzielten Ilka Bretschneider, Kati Kobelt und Doreen Glöckner. Der Gastgeber vom LSV Südwest wurde anschließend beim 6:0 regelrecht überrollt. Zwar musste sich Anett Pantel im Tor nach nur einer Minute mit einer Weltklasseparade richtig strecken, doch spätestens beim Führungstreffer durch Kerstin Bloi brachen alle Dämme. Ballsicher, mit viel Spielwitz und permanent in Überzahl wurde der LSV beim höchsten Turniersieg regelrecht vorgeführt. Ilka Bretschneider, Kati Kobelt, Janina Brauns, Kerstin Bloi und Doreen Glöckner erzielten die weiteren Tore, dabei war eins schöner als das andere. Mit diesem Schwung ging es in die Rückrunde und auch die SpG Vogtland wurde chancenlos in die Schranken gewiesen. Anfangs wurde noch mit den Chancen geschludert, der Führungstreffer von Doreen Glöckner, ein überlegter Heber spornte alle nochmal an und die Tore fielen wie reife Früchte. Kati Kobelt, Doreen Glöckner und mit einem Doppelpack Kerstin Bloi trafen nach Belieben zum Endstand von 5:0. Damit stand das Tor zur Meisterschaft weit offen, gegen die offensichtlich schwächeren Teams musste jetzt nur noch gewonnen werden und genau diese Tatsache lähmte die Lissaerinnen regelrecht. Schönau stand tief hinten drin, brachte selbst nicht einen einzigen Angriff zu Stande, machte es Lissa aber extrem schwer. Das einzige und wichtige Tor in einem schmutzigen Spiel erzielte Ilka Bretschneider während einem aufziehenden Gewitters. Auf Grund der Tabellensituation hätte Lissa im letzten Turnierspiel ein Remis gereicht, doch mit dem Wissen, den bislang technisch besten Fußball geboten zu haben, wurde weiter offensiv gespielt, auch diese Partie sollte gewonnen werden. Schon nach zwei  Minuten traf Carmen Kretschmann zur Führung und untermauerte mit diesem Treffer die großartige Mannschaftsleistung. Kurz darauf hatte Conny Kanik das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber knapp. In der Hintermannschaft hielten Kerstin Dinter-Kodantke und Stefanie Böhm alles sehr gut zusammen und ließen die Gegner kaum zu Chancen kommen, was den Rücken der Offensive mächtig stärkte. Leider unterbrach ein heftiger Blitz, welcher ganz in der Nähe einschlug die Partie, was die Turnierleitung zur vernünftigen Entscheidung brachte, das Turnier sieben Minuten eher zu beenden. Lissa wurde mit 15 Punkten und 16:1 Toren Landesmeister in Sachsen, vor der SpG Vogtland mit 13 Punkten und 6:6 Toren. Platz drei belegte BSV Schönau, letzter wurden die Gastgeberinnen vom LSV Südwest.
Bei Lissa waren auffällig, dass vor allem viele Techniker auf dem Platz standen, welche nicht eigensinnig waren, sondern immer den besser postierten Mitspieler fanden, dass führte zu vielen Toren aus nahezu allen Mannschaftsteilen. Nun muss sich das Team auf die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft vorbereiten, welche bei der NOFV-Meisterschaft am 29.06. in Hohen-Neuendorf bei Berlin ausgetragen wird und sucht dafür noch Spielerinnen und Sponsoren.

Es spielten:
Anett Pantel, Stefanie Böhm, Kerstin Dinter-Kodantke, Janina Brauns, Anja Kunick, Katrin Dost, Doreen Glöckner, Katia Kobelt, Kerstin Bloi, Conny Kanik, Carmen Kretschmann und Ilka Bretschneider